Prix de l’Académie de Berlin 2020 an Philippe Lançon

Der französische Schriftsteller und Journalist Philippe Lançon wird mit dem Prix de l’Académie de Berlin 2020 geehrt. Philippe Lançon hat mit seinem Buch „Der Fetzen“ ein Zeugnis des Lebens- und Freiheitswillens abgelegt, das auch in Deutschland viele Leser gefunden hat. Die Académie de Berlin hebt hervor, dass Philippe Lançon damit an die gegenwärtige Brisanz europäischer Werte wie Meinungsfreiheit, Solidarität und Freiheit erinnert.

Philippe Lançon, geboren 1963, schreibt als Journalist und Literaturkritiker für die französische Zeitung „Libération“ und das Satiremagazin „Charlie Hebdo“. Am 7. Januar 2015 überlebte er schwerverletzt den Anschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ und verarbeitete seine Erfahrungen literarisch in „Der Fetzen“. Das mehrfach ausgezeichnete Buch stand wochenlang auf Platz eins der französischen Bestsellerliste. Das Buch wurde von Nicola Denis ins Deutsche übersetzt.

Die Académie de Berlin verleiht den Preis am Donnerstag, den 3. Dezember 2020 zum 13. Mal. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von REMONDIS gefördert. Der Prix de l’Académie de Berlin wird jährlich an Personen, Institutionen oder Projekte vergeben, die auf  außergewöhnliche Art und Weise zur Belebung und Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich beitragen. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten unter anderem Tomi Ungerer, Stéphane Hessel, Luc Bondy und Annie Ernaux.